Kanuschule

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Wasser bewegt, berührt

Kanufahren mit LinX®


Ein Interview mit Karoline Steinmann Frey. Begründerin von LinX®.

Meine 25 jährige Praxis im Kanuunterricht, und meine Erfahrung im Leistungssport haben es mir ermöglicht, einen leichten und schnellen Weg des Lernens zu entwickeln.

Ein Lernen mit LinX®!

Mein Ziel beim Kanufahren war immer den bestmöglichen Unterricht anbieten zu können. Die Teilnehmer auf leichte und schnelle Art dem näher bringen, was diese wollen: besser, leichter spielerischer und genussvoller paddeln.

Wie geht so eine LinX® Stunde vor sich?

Zu beginn meistens im Sitzen. Über die Impulse der Lehrer wird die Fertigkeit entwickelt ein Gefühl für den eigenen Körper, und für sein ureigenstes Bewegen zu bekommen. Dadurch ergibt sich ein inneres Bewegen, das ohne unser machen, wollen oder denken entsteht, ein bis tief in die Strukturen völlig freies Bewegen. Das ist von grosser Bedeutung im Kanuunterricht. Nur so werden auch die Muskeln und die Sinne frei, und eine schnelle Reaktion, Gewandtheit, und Übersicht wird möglich. Durch Stretching und andere herkömmliche Wege ist diese Qualität nicht erreichbar.

Wie hast Du diese Arbeit entwickelt?

Vieles schien mir bei der gängigen Pädagogik, im Sportunterricht zu kopflastig und zu kompliziert. Die ganze Spontaneität, das Freudvolle und die Art des kindlichen Lernens geht dabei völlig verloren. Auf dem Wasser ist es ein leichtes dies zu erkennen. Da kann man sich nichts mehr vormachen, sich nicht an Theorien oder Worten festhalten. Da kommt das zum Ausdruck was man wirklich empfindet, die ganze unbewusste Haltung eines Menschen. Unsicherheit, Angst, Hemmung kann man nicht durch Worte überreden, dass funktioniert auf ganz anderer Ebene.

Wie kam es zu LinX® im Kanusport?

Viele Jahre des Forschens stehen dahinter, und der Wunsch nach einem „menschlicherem“ Lernen im Sport. Ein Lernen, welches sich fern von Richtig / Falsch, besser / schlechter orientiert. Ein Lernen, dass die Ressourcen eines Menschen zum Vorschein bringt.Oft habe ich Kanulehrer in diktatorischer Haltung, schreiend oder arrogant erlebt. Auf der Schülerseite entsteht dann nur Wut, Resignation, Traurigkeit, Ohnmacht.Mittlerweile gibt es Gesetze wie die Landwirte mit Tieren umgehen müssen. Im Sportunterricht ist das für mich noch nicht die gängige Praxis.

Über meine Feldenkrais Ausbildung, die intensive Auseinandersetzung mit der lebendigen Anatomie, und dem Lehren und Lernen habe ich einen Zugang zur Körperintelligenz entdeckt. Dadurch wurden ganz neue Wege eröffnet - LinX®. In der Körperintelligenz inbegriffen ist das Zell - bzw. Urwissen, die Anatomie, die Knochen, Gelenke, Muskeln, das Bewusstsein, die eigenen Werte, einfach alles.

Was sind die Hauptkomponenten eures Unterrichts?

Der Unterricht hat nichts zu tun mit Vorstellungen oder Planung, was für jemand Anderen gut sein könnte. Die Orientierung an der eigenen Wahrnehmung, das Erweitern des Bewusstseins setzen ein fortlaufendes Lernen bei jedem in Gange. Nichts vorwegnehmen, ganz Präsent sein und daraus handeln lernen. Daraus resultiert ein würdiges, selbständiges Lernen.

Welche Menschen kommen zu euch in die Kurse?

Wir haben die ganze Alterspalette in unseren Kursen, von Kindern bis zu 80 jährigen Menschen. Solche, die einfach einen Sport erlernen möchten, andere, die Bewegung mehr als etwas Harmonisches, Ganzheitliches im Sport, erleben wollen. Leistungssportler die mehr Optimierung, und mehr Effizienz suchen. Ganz einfach Menschen, die nach Mehr suchen, aus Spaß an der Eigenbewegung, Glücksgefühle erleben wollen oder Gefühle des Ganzseins. Menschen, die ein wertfreies Lernen oder Bewegen erfahren wollen und so weiter.